Das richtige Welpenfutter fĂŒr Deinen Hundewelpen!

Hunde im Welpenalter sind eine spannende Sache. Aber auch eine große Herausforderung fĂŒr den Menschen, der sie auf ihrem Weg begleitet. Soziale Kontakte werden geknĂŒpft. Die Umwelt muss erst ein mal erkundet werden. Außerdem wird mit der Nahrung und dem Welpenfutter der Grundstein gelegt fĂŒr die gesunde Entwicklung. Hier bilden Hundewelpen keine Ausnahme zur Entwicklung bei Kindern.

Die Entwicklung eines Welpen

Das Welpenalter beginnt mit der Geburt. Zu diesem Zeitpunkt und die nĂ€chsten zwei Wochen sind die Augen und Ohren noch vollstĂ€ndig geschlossen. In dieser Zeit ist der Welpe völlig von seiner Mutter abhĂ€ngig. Blind aber instinktiv findet er den Weg zum GesĂ€uge der Mutter. Dies ist zunĂ€chst seine Hauptnahrungsquelle fĂŒr die nĂ€chsten zwei Wochen.

Hundewelpen fĂŒttern

Ab der dritten Woche öffnen sich langsam Augen und Ohren. Doch noch schlÀft der Welpe viel und bekommt noch nicht wirklich viel von seiner Umwelt mit. Erst ab Tag 18 nimmt er seine Umwelt bewusst wahr. Ein spannender Moment wenn er seine Mutter und seine Geschwister zum ersten Mal sieht und hört.

Nach der vierten Woche gibt es fĂŒr den Welpen kein Halten mehr. Er erkundet seine Umgebung und nimmt auch Kontakt zu den Menschen auf, die um ihn herum sind. Diese PrĂ€gephase dauert bis zur 7. Woche. Daher sollte ein Welpe auch erst ab der 8. Woche zu einem neuen Besitzer kommen, wenn diese Phase durchlebt ist.

Ab dieser Zeit setzt eine neue Phase im Hundeleben ein: die sogenannte Sozialisierungsphase. Das kleine Hundetier erkundigt tollpatschig seine Welt und benötigt dabei liebevolle aber auch konsequente UnterstĂŒtzung. Der Welpe ist jetzt sozusagen im Kindergartenalter.

In dieser Zeit werden Gewohnheiten ausgebildet, wie beispielsweise die Welpen Futterzeiten, die spĂ€ter ein Leben lang andauern können. Sowohl positiv als auch negativ. Wichtig ist es in dieser Zeit zu begleiten und Regeln aufzuzeigen. Bei kleinen AusflĂŒgen nach draußen oder in andere Umgebungen.

Dabei gilt es die Kleinen nicht zu ĂŒberfordern und ihnen anschließend Schlaf- und Ruhephasen zu gönnen. So durchlebt ein Welpe wie ein Kind oder Baby verschiedene Entwicklungsphasen. Da er aber vom Wolf abstammt, verlĂ€uft diese Entwicklung deutlich schneller. Schließlich nehmen auch Wolfswelpen schon ab dem 20. Tag feste Nahrung zu sich.

Nach der Welpenmilch kommt ganz langsam Welpenfutter

In den ersten Wochen ist also Muttermilch die Hauptnahrung der Welpen. In der Welpenmilch sind alle wichtigen NĂ€hrstoffe enthalten, die der Hund fĂŒr eine gesunde Entwicklung braucht. Schließlich entwickelt sich in dieser Zeit auch Sollte das Muttertier zu viele Welpen haben oder nicht genĂŒgend Milch ausbilden, mĂŒssen die kleinen hilflosen Wesen mit der Flasche gefĂŒttert werden.

FĂŒr diesen Fall gibt es spezielle Welpenmilch, da die Kleinen in der ersten Zeit noch keine feste Nahrung zu sich nehmen können und dĂŒrfen. Welpenmilch ist relativ fettreich und laktosearm. NatĂŒrlich sind die lebenswichtigen NĂ€hrstoffe enthalten, die der Welpe zur gesunden Entwicklung braucht.

Daher eignet sich Kuhmilch auch nicht als Welpernersatzmilch. Die enthaltene Laktose kann vom empfindlichen und noch nicht fertig ausgebildeten Welpenmagen nicht verarbeitet werden und fĂŒhrt dadurch zu Erbrechen und Durchfall.

Daher gibt es im Zoohandel spezielle Welpenmilchprodukte, die auch ĂŒber das Internet bezogen werden können. Es gibt auch Rezepte von anderen HundezĂŒchtern auf Basis geringe Menge Kondensmilch, Quark und Eigelb. Diese werden mit NĂ€hrstoffen und Mineralien angereichert.

KĂŒndigt sich Welpennachwuchs an, ist es eigentlich nicht verkehrt so etwas da zu haben fĂŒr den schlimmsten Fall.

Wolfswelpen können in freier Wildbahn etwa ab der 3. Woche feste Nahrung zu sich nehmen. Dabei schnuppern sie am Maul der heimkommenden Rudelmitglieder und umklammern deren Schnauze mit ihrer eigenen Schnauze. Dann wĂŒrgen die erwachsenen Tiere einen Nahrungsbrei hervor, der fĂŒr die Kleinen als festes Welpenfutter gilt.

Fast wie in der Vogelwelt, wo die FĂŒtterung auch so praktiziert wird. Bei Hunden wird dies nicht praktiziert, weil der Mensch hier fĂŒr das Welpenfutter mitverantwortlich ist. So wird spezielles Welpenfutter ab der 3. oder 4. Woche als Zusatznahrung bereitgestellt.

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Das richtige ausgewogene Welpenfutter und seine Inhaltsstoffe

Idealerweise wird nicht die Welpenmilch abgestellt und einfach feste Nahrung im Napf hingestellt. Vielmehr kannst du ab der 3. Woche ausprobieren, ob der Welpe auch mal etwas Nassfutter fressen möchte.

NatĂŒrlich muss der Mensch es nicht wie bei den wilden Verwandten vorkauen und auswĂŒrgen. Neben den kleinen Zugaben von hochwertigem Nassfutter bleibt die Welpenmilch die Hauptnahrung.

Trockenfutter ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht fĂŒr den empfindlichen Magen des Welpen geeignet. Dieses eignet sich erst ab der 5. Woche zum FĂŒttern. Die Pellets sollen im Magen zerfallen und nicht etwa aufquellen.

Bei der FĂŒtterung von Trockenfutter in den ersten Lebenswochen können die Pellets klein gerieben werden und mit viel Wasser oder Welpenmilch zu einem Brei verdĂŒnnt werden. Doch auch beim Trockenfutter sollte man darauf achten, dass das Welpenfutter von hoher QualitĂ€t ist.

Möchte man das Welpenfutter selbst herstellen, ist in diesem frĂŒhen Stadium davon fast abzuraten. Das Welpenfutter sollte eine sehr ausgewogene Mischung besitzen an NĂ€hrstoffen und Mineralien. Diese Mischung geht bei der Zubereitung schnell verloren. Daher ist der Gedanke „Welpenfutter selbst herstellen“ zwar löblich aber in diesem Stadium nicht zu empfehlen.

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Neben Mineralien und Vitaminen sollte das Welpenfutter Proteine enthalten, die leicht verdaulich und zugleich hochwertig sind. In geringem Umfang sollten auch Fette und FettsĂ€uren im geeigneten Futter enthalten sein. Schließlich gehören auch Ballaststoffe ins Welpenfutter, um die Darmflora zu unterstĂŒtzen.

KĂŒnstliche und ungesunde Bestandteile, die nicht ins Welpenfutter gehören, sind Zucker, Konservierungsstoffe und GeschmacksverstĂ€rker. Diese Inhaltsstoffe können Allergien auslösen. So sollte zunĂ€chst das Welpenfutter getreidefrei sein.

Die richtige Zusammensetzung des Welpenfutter

Das ausgewĂ€hlte Welpenfutter sollte diese Bestandteile enthalten: Proteine bzw. Eiweißstoffe, Fette oder FettsĂ€uren, Kohlehydrate, Ballaststoffe, Mineralien und Spurenelement und Vitamine. Proteine helfen beim Körperaufbau und liefern dem Welpen wertvolle Energie. Außerdem stĂ€rken sie das Immunsystem und tragen dazu bei, dass der Stoffwechsel funktioniert.

Die wichtigsten Proteine sind tierische Proteine, wie sie in Fisch und Fleisch enthalten sind. Rohproteine liefern wertvolle AminosÀuren, die in den Wachstumsphasen intensiv benötigt werden.

Gutes Welpenfutter sollte etwa 30% an Proteinen enthalten. Fette und FettsÀuren liefern nicht nur Energie, sondern machen das Futter auch leichter verdaulich. Viele Vitamine sind fettlöslich und werden so vom Körper aufgenommen.

Neben dem Zusatz von tierischen und pflanzlichen Fetten, sind auch ungesĂ€ttigte FettsĂ€uren wichtig fĂŒr die gesunde Entwicklung des Hundes.

Hundewelpen fĂŒttern

Ein gutes Welpenfutter enthÀlt auch Ballaststoffe, obwohl diese selbst kaum verdaulich sind. Vielmehr fördern sie eine gesunde und intakte Darmflora. Genau wie der menschliche Organismus braucht auch der Körper des Welpen Mineralien und Spurenelemente.

Zink ist wichtig fĂŒr ein gesundes Immunsystem. Außerdem sorgt er fĂŒr guten Fellwuchs und elastische Haut. Jod ist ein wichtiger Baustein fĂŒr die Funktion der SchilddrĂŒse. Calcium sorgt fĂŒr die gesunde Knochenbildung. Auch Phosphor trĂ€gt zur StĂ€rkung der Knochen und ZĂ€hne bei.

Eine Zugabe von wertvollen Vitaminen rundet ein gutes Welpenfutter ab. Dabei werden fettlösliche und wasserlösliche Vitamine zugesetzt, die beide zur gesunden Entwicklung des Hundes beitragen.

Teilweise werden sie vom Körper selbst produziert, doch im Welpenalter muss hĂ€ufig zugereicht werden. Somit ist die richtige Zusammensetzung vom Welpenfutter ausschlaggebend fĂŒr die spĂ€tere Entwicklung des Welpen.

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Die Hunderassen und die besondere Anforderung ans Futter

NatĂŒrlich muss man bei der Auswahl des richtigen Futters auf UnvertrĂ€glichkeiten achten. So sollte das Welpenfutter getreidefrei sein, wenn UnvertrĂ€glichkeiten bei den Elterntieren bekannt sind oder man sieht dass der Welpe es nicht vertrĂ€gt.

Doch auch Rasse bzw. die spĂ€tere GrĂ¶ĂŸe spielt bei der Auswahl an Welpenfutter eine entscheidende Rolle.

Kleinere Hunde, die etwa eine Höhe von 30cm erreichen, haben einen schnelleren Stoffwechsel und ein kĂŒrzeres Wachstum als große Hunderassen. Daher benötigen diese kleinen Hunderassen mehr Proteine, Fette, Calcium und Phosphor, um die rasche Entwicklung zu unterstĂŒtzen und aufzufangen.

Mittelgroße Hunderassen benötigen zur Ausbildung ihres Immunsystems eine höhere Menge an Antioxidantien, Beta-Carotin und Vitamin E. FĂŒr ein gesund glĂ€nzendes Fell brauchen Hunde, die etwa eine Höhe von 50cm erreichen mehrfach ungesĂ€ttigte FettsĂ€uren.

Hundewelpen fĂŒttern

Welpen, die spĂ€ter eine Höhe von 50cm ĂŒberschreiten werden, brauchen als Zusatz in ihrem Welpenfutter unerlĂ€sslich Calcium und Phosphor.

FĂŒr den individuellen Bedarf hiervon gibt es sogar besondere Bedarfsrechner, anhand derer man die optimale Menge ausrechnen kann.

 Werden diese besonderen ZusĂ€tze beachtet, kann der Welpe ideal wachsen und gedeihen. So bleiben spĂ€tere SchĂ€den an Muskeln, Knochen und Gelenken erspart.

Viele EinschrĂ€nkungen der Knochen, wie die bekannte HĂŒftdysplasie bei großen Hunderassen, kann im frĂŒhen Stadium schon bekĂ€mpft werden.

Die richtige FĂŒtterung zuhause

Das alles klingt zunĂ€chst sehr kompliziert. Doch findet man ausreichende Informationen beim ZĂŒchter, beim Tierarzt und im Futterhandel.

Seriöse ZĂŒchter werden die Welpen frĂŒhestens ab der 8. Woche in ein neues Zuhause geben. Schließlich ist zu diesem Zeitpunkt auch das Milchgebiss des Welpen voll ausgebildet.

Die kleinen spitzen ZĂ€hnchen sind sicher auch Auslöser fĂŒr die Entwöhnung von der Mutter. Erst reicht der Energie- und Kalorienbedarf der Muttermilch nicht mehr aus, um den AnsprĂŒchen zu genĂŒgen.

Doch auch die kleinen MilchzÀhnchen tragen dazu bei, dass die Welpen ab der 7. bis 8. Woche entwöhnt sind.

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Das Muttertier wird es sicher nicht als Bedrohung ansehen, wenn der Mensch zufĂŒttert. Er gehört in diesem Falle zum Rudel dazu. Diese Rudelzugehörigkeit ĂŒbernimmt folglich auch der Welpe.

Da auch beim ZĂŒchter zugefĂŒttert wird, wird es sicher einfacher sein, dieses Futter auch in der ersten Zeit zuhause zu ĂŒbernehmen. Schließlich weiß der ZĂŒchter auch um eventuelle UnvertrĂ€glichkeiten, die schon bei den Elterntieren aufgetreten sein können.

Er kann beispielsweise dazu raten, dass das Welpenfutter getreidefrei sein sollte.

Nach einer gewissen Eingewöhnungszeit, die der Welpe braucht, kann man auch mit der Futterumstellung beginnen. Außerdem kann der ZĂŒchter wertvolle Tipps geben ĂŒber die Welpen Futterzeiten.

Da die MĂ€gen der Welpen noch sehr klein sind, brauchen sie mehrere kleine Mahlzeiten ĂŒber den Tag. Anfangs sind es etwa fĂŒnf Mahlzeiten, die der kleine Hund braucht.

Mit der Zeit, bis etwa zu einem halben Jahr, können die Welpen Futterzeiten auf zwei- bis dreimal begrenzt werden. Allerdings sollten diese Zeiten beibehalten werden, um daraus eine tÀgliche Gewöhnung werden zu lassen.

So stellt das Futterritual gleichsam eine Vertrauensbasis zwischen Welpe und Mensch dar, das ĂŒber die Jahre hinweg andauern sollte.

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