Pitbull Welpen – Worauf Du in den ersten Monaten achten mußt!

Wenn Du einen Pitbull Welpen erwerben möchtest, ist dies gar nicht so einfach. Leider hat der Pitbull in letzter Zeit ein ungerechtfertigtes Image als Kampfhund erlangt.

In manchen Bundesländern ist die Haltung (mit gelegentlichen Ausnahmen) verboten, in Niedersachsen und Schleswig Holstein z. B. erlaubt. Mit Pitbull ist meist der American Pitbull Terrier (APBT) gemeint. Pitbull Welpen können, gut erzogen, liebevolle Familienhunde werden.

Pitbull Welpen – erste Lebensmonate für Prägung wichtig

Ähnlich wie bei den Menschen prägen die ersten Monate (bis zu einem Jahr) Charakter und Gesundheit eines jungen Hundes sehr. Wie in England und Amerika Hundekämpfe in England und Amerika haben vor über 200 Jahren das Image des Pitbulls als Kampfhund begründet.

Wenn Du aber mit Einfühlung, Geduld, Liebe und konsequenter Erziehung Dich um Deinen Pitbull Welpen kümmerst, erhält Du als als Dank einen Traumhund. Pitbulls sind freundliche, intelligente, etwas sture aber lebenslustige und selbstbewusste Tiere.

Vom Wesen her sind sie alles andere als aggressiv, sie haben den Willen, alles richtig zu machen. Pitbulls sind ursprünglich sehr auf Menschen bezogen, wollen sich mit allen vertragen (Kinder und andere Tiere). Mit Gewalt geht allerdings gar nichts, mit Liebe, Leckerbissen und sanfter Konsequenz fast alles.

Ob Alleinbleiben oder Stubenreinheit, die schlauen Pitbull Welpen lernen alles schnell, wenn viel Zuneigung im Spiel ist. Bei ersten Anzeichen von Unruhe gleich Gassi gehen, nach kurzem Alleinlassen ein liebevolles Knuddeln, da geht das Erziehen fast von allein.Pitbull Welpen

Auch das viel diskutierte Treppen laufen können Welpen schon ab viertem oder fünftem Monat üben. Wichtig ist, langsam zu beginnen, nur ein paar Stufen, immer unter Aufsicht und mit eventueller Hilfe.

Besonderer Hinweis

Die letzten paar Stufen nie durch einen Sprung überwinden lassen, das könnte für die Gelenke des Kleinen gefährlich werden. Der Pitbull Welpe braucht neben viel Zuneigung auch viel Bewegung. Zwar schlaf- und schmusebedürftig, ist ein Pitbull Welpe vor allem dann immer lieb, wenn er geistig und körperlich ausgelastet ist.

Wenn Du dem kleinen Kerl viel Aufmerksamkeit schenkst, seine gelegentliche Starrköpfigkeit übergehst und mit Belohnungen nicht sparst, klappt alles prima.

Alles Wichtige zur Gesunderhaltung des Welpen

Hundekrankheiten bei Pitbull Welpen

Ein Pitbull ist von Haus aus ein kräftiger, robuster und unempfindlicher Hund. Trotzdem ist er nicht grundsätzlich gegen Krankheiten immun. Um gegen typische Hundekrankheiten gewappnet zu sein braucht auch ein Pitbull Welpe regelmäßige Impfungen.

Gefährliche Erkrankungen sind Hepatitis, eine auf Menschen nicht übertragbare Virusinfektion, sowie Leptospirose, Parvovirose, Staupe und Tollwut. Leptospirose betrifft überwiegend die Nieren. Diese bakterielle Infektion kann auch für Menschen gefährlich sein.

Die für Welpen meist tödliche Viruserkrankung Parvovirose kann zum akuten Herztod führen. Auch die Staupe, bekannteste Virus-Hundeerkrankung, die Darm, Gehirn und Lunge befallen kann, endet oft tödlich. Tollwut ist eine für Mensch und Tier lebensgefährliche Erkrankung, die unbehandelt tödlich verläuft.

Ein Virushusten befällt Bronchien, Luftröhre und Lunge, ist aber selten tödlich. Gefährlich ist die Krankheit, wenn die Ursache Bakterien und Viren gleichzeitig sind. Durch erste Impfungen schon ab der achten Woche und entsprechende Impf- Wiederholungen lässt sich gegen diese Krankheiten rasch ein Schutz aufbauen.

Gegen Tollwut ist die erste Impfung etwa nach dem Zahnwechsel, so um den sechsten Lebensmonat, fällig. Auch hier sind Auffrischungsimpfungen sehr wichtig. Ebenso braucht ein Welpe regelmäßige Wurmkuren.

Pitbull Welpen

Zahnpflege bei Pitbull Welpen

Zahnpflege spielt vor allem bei der Zahnung, um fünften, sechsten Monat herum, eine Rolle. Da leidet der Welpe unter Juckreiz, kann sogar Schmerzen verspüren. In Wasser eingeweichte Kau- Knochen und weiches Welpen Futter können da Linderung bringen.

Fellpflege bei Pitbull Welpen

Eine regelmäßige Fellpflege durch vorsichtiges Bürsten, Inspizieren des Felles wegen möglichem Befall durch Flöhe oder Zecken ist erforderlich. Beschneiden der Krallen und ein regelmäßiger Tierarztbesuch gehören ebenso zur Gesundheitspflege bei einem Welpen. Wenn der kleine Hund mal gebadet oder anderweitig durch und durch nass wurde, ist ein rasches Abtrocknen wichtig.

Ist die Erziehung Deines Welpen ein Albtraum?

  • Er will einfach nicht stubenrein werden?
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Pitbull, wie viele Welpen und mit was Pitbull Welpen füttern?

Wie bei jeder Zucht heißt es auch bei der mit einem Pitbull: Wie viele Welpen mute ich der Hündin zu? Im Schnitt besteht der Wurf einer Pitbull Hündin aus fünf bis zehn Welpen.

Manche Züchter lassen ihrer Hündin nur sechs Welpen zum Säugen, andere sind großzügiger. Es kommt viel auf die körperliche Verfassung der Hundemutter an.

Pitbull Welpen

Oft gehen Welpen an eine Amme oder werden per Flasche groß gezogen. Nach der Säuge Phase kommt eine für die Pitbull Welpen weitere wichtige Frage: Was den Pitbull Welpen füttern?

Der Magen des Welpen gewöhnt sich so besser an die meist etwa andere Zusammensetzung eines neuen Futters. Achte beim Welpenfutter immer auf das richtige Verhältnis von Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten, egal ob trockenes oder feuchtes Futter.

Dazu sollten Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine in ausreichender Menge enthalten sein. So sind z. B. die Stoffe Kalzium, Kupfer, Mangan und Phosphor für Gelenke, Knochen und Zähne der Pitbull Welpen sehr wichtig. Diverse Vitamine sind für das Immunsystem des Hundes und ein gesundes, glänzendes Fell unbedingt nötig. Pitbull Welpen

Ganz wichtig ist, dass Welpen immer nur hochwertiges und getreidefreies Futter erhalten. Ein Napf mit frischem Wasser sollte immer bereit stehen. Etwa vom zweiten bis vierten Monat sollte der Welpe vier Mahlzeiten, gleichmäßig über den Tag verteilt, erhalten. Anschließend, so bis zum sechsten Monat (ca. ab Jung Hund Alter) reduziert es sich auf täglich drei Mahlzeiten.

Pitbull Welpen kaufen – nur bei einem seriösen Züchter

Willst Du einen Pitbull Welpen kaufen, solltest Du Dir über einige entscheidende Dinge klar sein. Dieser Hund ist nicht unbedingt für Anfänger bei der Hundehaltung geeignet.

Da es auch vom Gesetzgeber diverse Auflagen für das Anschaffen, Halten und Züchten von Pitbulls gibt, bitte über alles rechtzeitig informieren. Über den Verband für das Hundewesen (VDH) besteht meist die Möglichkeit, Adressen seriöser Züchter zu bekommen.

Pitbull Welpen vom Züchter gibt es wahrscheinlich am ehesten in Niedersachsen und Schleswig Holstein. Wichtig ist, dass seriöse Züchter Pitbull Welpen kaum vor der 10. bis 12. Woche abgeben.

Dann sind sie auch entwurmt, haben ihre Impfungen zur Grundimmunisierung erhalten, einen Impfpass und einen Chip.

Pitbull Welpen

Da American Pitbull Terrier als offizielle Rasse nicht vom Federal Cynologique Internationale (FCI) anerkannt sind, gibt es bei deutschen Hobbyzüchtern oft keine Ahnentafel. Reinrassige Pitbull Welpen kosten etwa um die 1000 Euro.

Für Pitbull Welpen ist typisch, dass sie etwa mit acht Wochen eine gewissse Phase der Ängstlichkeit und Unsicherheit durchmachen. Sie sollten also auf keinen Fall, wie viele andere Hundewelpen, im Alter von 8 Wochen an neue Besitzer gehen.

Die Trennung eines Pitbull Welpen von seiner Mutter geschieht deshalb idealerweise mit etwa 12 Wochen. Im Alter von rund fünf Monaten erleben Pitbull Welpen nochmals so eine kurze Phase des „Fremdelns“ wie mit acht Wochen.

Kurz danach aber, mit rund sechs Monaten, folgt der Zahnwechsel und der Welpe wird zum Junghund. In dieser Zeit, etwa zwischen drittem und sechstem Lebensmonat, braucht der Pitbull Welpe viel Zuwendung von seinem neuen Frauchen oder Herrchen. Schließlich muss er sich ja da gerade auch in seiner neuen Umgebung eingewöhnen.

Pitbull Welpen – allgemeine Abschlussbetrachtung

Wenn Du einen Pitbull Welpen hast, hast Du gleichzeitig eine hohe Verantwortung. Es gilt zu beweisen, dass der angeblich böse und aggressive Kampfhund in Wirklichkeit ein großartiger, friedlicher aber sehr aktiver Hund ist. Ein Pitbull ist ein angenehmer, eleganter Hund.

Wichtig ist von Beginn an, dass er merkt, dass nicht jeder Flecken Erde ihm gehört und sich Folgsamkeit rasch auszahlt. Deshalb sollte als Basis für das Halten eines Pitbulls schon eine gewisse Erfahrung in der Hundehaltung vorhanden sein.

Oft kann es sogar hilfreich sein, bei einem Hundeverein mit einem erfahrenen Ausbildungswart zu reden. Der kann wichtige Hinweise geben, die beim sinnvollen Erziehen eines Pitbull Welpen helfen können. Außerdem ist der frühe Kontakt mit anderen Tieren und Menschen sowie sportliche Betätigung (z. B. Agility) für einen jungen Pitbull vorteilhaft.

Pitbull Welpen

Seine typische Anspruchslosigkeit und seine wissbegierige Art macht ihn sogar zum idealen Hund für aktive Familien. Frei laufen, spielen, trainieren und die Nähe von Frauchen und/oder Herrchen machen jeden Pitbull Welpen glücklich. Und dieses Glück gibt er mit viele Liebe an seine Besitzer zurück.

Ein Hinweis noch zur Ernährung des Pitbulls. Immer wieder ist BARF, die sogenannte Biologisch Artgerechte Roh Fütterung für Hunde in der Diskussion. Damit soll das Risiko für Magendrehung und Karies verringert sein und ein schöneres glänzendes Fell soll dieses Futter auch bringen.

Andererseits sprechen höhere Kosten und die Gefahr einer ungünstigen Dosierung nötiger Nährstoffe gegen dieses Futter. Auf keinen Fall rohes Schweinefleisch füttern. Es kann nämlich einen für den Hund tödlichen Virus enthalten.

Wie würde sich ein Pitbull Welpe selbst beschreiben?

  • Ich bin ein ganz lieber Hund,
  • mag Kinder und Familie,
  • bin aufrichtig,
  • treu und selbstbewusst.
  • Zeit musst Du schon für mich haben,
  • ich schmuse und spiele gern,
  • mag alle Herausforderungen.
  • Du wirst meine großen Augen lieben, meinen markanten Kopf und mein glänzendes, glattes und kurzes Fell. Das kann farblich sehr vielfältig sein, zwischen Schwarz und Weiß mit Abzeichen liegen.
  • Mein Körper ist muskulös, mein Beine sind kräftig. Ich bin mittelgroß, zwischen 40 und 55 cm hoch, wiege 20 bis 30 kg.
  • Obwohl meine Vorfahren oft gegeneinander kämpfen mussten, ist die Behauptung, dass ich schon als Welpe ein Kampfhund bin, großer Quatsch.
  • Wenn wir uns näher und länger kennen, wirst Du das sicher bestätigen!
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