Überlegungen vor dem Kauf eines Husky Welpen

Husky Welpen sind, wie praktisch alle Welpen, kleine goldige Wesen. Wenn Du einen Husky Welpen kaufen möchtest, sollte Dir klar sein, dass Huskies ursprĂŒnglich aus Sibirien stammen.

Du brauchst Energie, Geduld und Konsequenz, ein Husky Welpe ist zwar wenig aggressiv und recht familienfreundlich, allerdings auch verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig eigensinnig.

Huskies sind Rudeltiere (Familienhunde), aber auch Schlittenhunde, die sehr viel Bewegung brauchen und einen starken Jagdtrieb haben.]

Husky Welpen - der Weg vom ZĂŒchter zum neuen Besitzer

Wenn Du dich fĂŒr einen Husky Welpen entschieden hast, solltest Du nach einem seriösen ZĂŒchter Ausschau halten.

Sinnvoll ist es vielleicht, Kontakt zum Sibirian Husky Club Deutschland e.V. (www.huskyclub.de) aufzunehmen. Da bekommst Du sicher Auskunft ĂŒber seriöse ZĂŒchter.

Da der Husky ein Rudeltier ist, empfehlen Experten, Husky Welpen nicht allein zu halten. Es sei denn, Du kannst ihm engen Familienanschluss und viel Kontakt bieten.

Du solltest darauf achten, dass der Welpe entwurmt ist und die erste Impfung erhalten hat. DafĂŒr bekommst Du vom ZĂŒchter einen Impfpass.

Die Ahnentafel fĂŒr deinen Husky Welpen brauchst Du ebenfalls, um dessen Reinrassigkeit nachweisen zu können. Überlege vorher, ob Du eine HĂŒndin, die gelegentlich lĂ€ufig wird, oder einen RĂŒden, der gern sein Revier markiert, haben möchtest.

Ideal ist es, alle diese Fragen schon vorher mit dem ZĂŒchter zu klĂ€ren. Da die WurfgrĂ¶ĂŸe ja meist fĂŒnf bis zehn Welpen betrĂ€gt, wĂ€re es gut, rechtzeitig mit dem ZĂŒchter Genaueres zu vereinbaren.

Wenn Du dir vorher noch eine fĂŒr dein Auto passende Hundetransportbox anschaffst, bist Du fĂŒr das Abholen des Husky Welpen bestens gerĂŒstet. Geld nicht vergessen! Husky Welpen kosten, je nach Abstammung, zwischen 1000 und 1500 Euro.

Husky Welpen - der erste Tag in der neuen Heimat

Wenn Du mit deinem niedlichen Husky Welpen daheim ankommst, sorge bitte dafĂŒr, dass der kleine Kerl erst mal Ruhe hat. Welpen kommen meist in einem Alter von gut acht Wochen zu ihren neuen Besitzern.

Da sind sie von den vielen neuen EindrĂŒcken so kaputt, dass sie nicht gleich die ganze Familie ĂŒberfallen darf. Ideal ist es, wenn sich jedes Familienmitglied einzeln kurz mit dem Husky Welpen anfreundet.

Vielleicht dazu noch die Person, die den Welpen abgeholt hat. Eine erste Mahlzeit im eigenen neuen Fressnapf kannst Du dem Welpen geben, wenn er nicht vorher beim ZĂŒchter gefressen hat.

Der hat dir hoffentlich fĂŒr die ersten FĂŒtterungen etwas von dem Futter mit gegeben, das der Kleine bisher bekam.

Wenn Du vom ZĂŒchter ein StoffstĂŒck mit dem Geruch der Huskymutter bekommst, fĂŒhlt sich der Welpe damit in der neuen Umgebung wohler. So ein kleiner Hund braucht viel Aufmerksamkeit, Geduld und Liebe.

Dazu gehört, dass Du ihn genau beobachtest, um kĂŒnftig seinen Entleerungsdrang rechtzeitig zu erkennen.

Husky Welpen pausiertSobald der Welpe nĂ€mlich unruhig, meist im Kreis, herumlĂ€uft und mit der Nase am Boden schnĂŒffelt, ist es so weit: Dein kleiner neuer Mitbewohner "muss mal". Jetzt schnell mit dem Kleinen vor die TĂŒr, zu der Stelle, an der er kĂŒnftig sein GeschĂ€ft immer verrichten soll.

Ideal wĂ€re da ein kleines RasenstĂŒck mit Baum oder Strauch. Sollte doch mal ein "Malheur" in der Wohnung passieren, anfangs ja nicht schimpfen oder irgendwie strafen. Einfach ĂŒbergehen, sauber machen und kĂŒnftig noch aufmerksamer sein.

Bald sind Husky Welpen stubenrein, klappt es noch nicht perfekt, kann nach ein paar Tagen auch mal ein scharfes "Pfui!" weiter helfen.

Husky Welpen fĂŒttern - Was ist bei der ErnĂ€hrung wichtig?

Bei Welpen und allen wachsenden Jungtieren besteht ein besonderer Bedarf an wertvollen NĂ€hrstoffen. Anfang noch mit Futter vom ZĂŒchter den Husky Welpen fĂŒttern.. Wenn Du umstellen möchtest, z. B. auf ein Fertig-Trockenfutter, mische altes und neues Futter.

So gewöhnt sich der Hundemagen langsam an eine eventuell etwas andere Futterzusammensetzung. Das Futter fĂŒr einen Welpen sollte möglichst kein Getreide enthalten und frei von Fremd- und Konservierungsstoffen sein.

Entscheidend ist das richtige VerhĂ€ltnis der Anteile von Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten. Dazu kommen Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine. Kalzium, Phosphor, Mangan und Kupfer sind beispielsweise fĂŒr Gelenke, Knochen und ZĂ€hne wichtig. Vitamine sind nötig fĂŒr glĂ€nzendes Fell und starkes Immunsystem.

Achte auf hochwertiges Futter! Alkohol, Schokolade, Weintrauben und Zucker sind tabu! BARF, die Biologisch Artgerechte Roh FĂŒtterung mit natĂŒrlichem, rohem GemĂŒse und Fleisch wird oft diskutiert. Schweinefleisch, das roh einen tödlichen Virus enthalten kann, gibt es da nicht.

Die Kosten und mögliche falsche Dosierung aller NÀhrstoffe sprechen gegen BARF. Besserer Glanz des Fells, geringeres Risiko von Karies und Magendrehung sind Pluspunkte.

Husky Welpen blaues AugeFuttermenge und FĂŒtterungszeiten richten sich nach Alter und Belastung des Hundes. Ab der 8. Woche bis zum 4. Monat erhĂ€lt der Husky Welpe tĂ€glich 4 Mahlzeiten zu jeweils möglichst gleicher Zeit.

Danach gibt es bis zum 6. Monat tĂ€glich dreimal Futter. Frisches Wasser muss immer zur VerfĂŒgung stehen. Trockenfutter kann auch mal mit lauwarmem Wasser angerĂŒhrt werden, z. B. wĂ€hrend der Zahnungszeit.

Die beginnt zwischen 4. und 6. Monat und kann bis zu 3 Monate dauern. Gegen Jucken und leichte Schmerzen wĂ€hrend der Zahnung helfen natĂŒrliche Kauknochen.

Mögliche Krankheiten, die dem Husky Welpen Gefahr bringen

In den ersten Lebensmonaten, also im Welpenalter, ist ein Hund gegen Krankheiten besonders anfĂ€llig. Deshalb ist es nötig, möglichst bald gegen die fĂŒr einen Hund gefĂ€hrlichsten Krankheiten zu impfen (nĂ€chster Absatz).

Diese Erkrankungen sind:Hepatitis, eine (nicht auf Menschen) ĂŒbertragbare Infektionskrankheit (Viren) mit LeberschĂ€den und allgemein schwerem, oftmals tödlichem Verlauf.Leptospirose, eine bakterielle Infektionskrankheit, die Menschen und Tiere betreffen kann.

Typisch sind vor allem NierenschĂ€den, die bei Überstehen der Krankheit dann oft chronisch sind.Parvovirose, eine fĂŒr Hunde meist tödliche Viruserkrankung.

Besonders junge Hunde sind gefĂ€hrdet an akutem Herztod zu sterben.Staupe, die wahrscheinlich bekannteste Viruserkrankung beim Hund, befĂ€llt meist Darm oder/und Lunge. Im Gehirn verursacht das Virus schwere SchĂ€den, die meist zum Tode fĂŒhren.

Tollwut ist noch immer eine der fĂŒr Mensch und Tier gefĂ€hrlichsten von Viren ĂŒbertragenen Infektionskrankheiten. Sie fĂŒhrt unbehandelt und manchmal trotz einer Therapie zum Tode.[i9Virushusten (falsch auch Zwingerhusten genannt), eine Erkrankung, die Bronchien, Luftröhre und Lungen betrifft, ist selten tödlich.

Sie kann, wenn zusÀtzlich zu Viren auch Bakterien im Spiel sind, aber einen schweren Verlauf nehmen.

Impfungen und Wurmkuren halten gesund

Gegen eine Erkrankung mit WĂŒrmern, die teilweise auf Menschen (vor allem Kinder) ĂŒbertragbar sind, helfen regelmĂ€ĂŸige Entwurmungen.Impfungen gegen Virushusten sind schon nach 3 Wochen, gegen Parvovirose und Staupe nach 4 Wochen möglich.

Üblicherweise ist die erste Impfung in der achten Woche, meist beim ZĂŒchter. Sie richtet sich gegen Hepatitis und Leptospirose sowie gegen Parvovirose und Staupe. Diese 4-fach Impfung kann auch mit einer Impfung gegen Virushusten ergĂ€nzt werden.

Die erste Impfung erfÀhrt eine genau gleiche Wiederholung in der 12. Lebenswoche des Husky Welpen. Nach dem Zahnwechsel, also etwa im 6. Monat, wenn der Welpe schon zum Junghund wurde, erfolgt erstmals zusÀtzlich eine Impfung gegen Tollwut.

Ein allgemeiner Ratschlag noch zum Tierarztbesuch. Du solltest zuerst mit dem Hund mal einen Antrittsbesuch vereinbaren, bei dem weiter nichts geschieht. Der Welpe und sein zukĂŒnftiger Doktor lernen sich kennen, ohne dass dem Husky Welpen was Unangenehmes passiert. Das erspart bei "echten" Besuchen dann viel Stress.

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Husky Welpen erziehen - die zwei wichtigsten Übungen

Huskies lieben die Bewegung und ihre eigenen Ansichten. Das bedeutet, sie brauchen sehr viel Auslauf, Herausforderung und sportliche BetÀtigung. Sie lieben niedrigere Temperaturen. Sommerhitze mögen sie nicht besonders.

Dies solltest Du auch immer bedenken, wenn Du., möglichst frĂŒh nach der Eingewöhnungszeit, mit der Erziehung beginnst. Vermeide es, mit dem Welpen in der WĂ€rme zu ĂŒben, es reichen am Anfang außerdem schon ein paar Minuten zum Trainieren.

Wichtig sind Geduld, Konsequenz und immer wieder Belohnung. Nur wenn dein Hund kapiert, dass alles, was er richtig macht, Streicheleinheiten und Leckerle fĂŒr ihn bedeutet, klappt das Ganze. Zuerst braucht der Welpe ein festes, nicht wĂŒrgendes Halsband mit einer einfachen Leine.

Damit ist immer der enge Kontakt zum Herrchen gewĂ€hrleistet. Du hast vor allem die Möglichkeit, jederzeit korrigierend ein zu greifen. Ganz wichtig ist, dass vor jedem Üben der Hund die Möglichkeit zum Auslauf und zum Verrichten seiner GeschĂ€fte hatte.

Bei jeder Übung, ob "Sitz" oder "Platz", darfst Du den Hund erst freilassen, wenn er den Befehl ausgefĂŒhrt hat. Beginne mit dem "Sitz", indem du den Hund links neben dir gehen lĂ€sst. Bleib dann stehen, zeig ihm ein Leckerli, das du mit der Rechten, fĂŒr ihn sichtbar, hochhĂ€ltst.

Gib lang gezogen das Kommando "Siiitz" und drĂŒcke mit der linken Hand das Hinterteil des Hundes leicht nach unten. Setzt er sich, gib ihm den Leckerbissen, lobe und streichle ihn. Danach lass ihn frei . Bei der Übung "Platz" lĂ€uft alles genau so.

Das hochgehaltene Leckerli aber langsam nach unten in Richtung Hundenase fĂŒhren. Bewegt er sich nach unten, mit "Platz" das Kommando dazu geben und auch mit sanftem HĂ€ndedruck auf den RĂŒcken nachhelfen. Liegt der Hund, Leckerli geben, loben und freilassen.

Husky Welpen erziehen - auch im Haus ist Gehorsam gefragt

Wenn Husky Welpen stubenrein sind, (sollte spÀtestens im 4. Monat erreicht sein) sind weitere Dinge wichtig. Das Alleinbleiben in einem Raum bringst Du ihm so bei: Gib ihm was zu spielen, gehe kurz aus dem Raum. Er wird jammern, sobald er ruhig ist, geh zu ihm, belohne und lobe ihn.

Übe dies mehrmals am Tag, verlĂ€ngere dabei immer die Abwesenheitszeit. Bald hat der Welpe begriffen, dass Du immer zu ihm zurĂŒckkommst, auch, wenn es mal ein wenig lĂ€nger dauert. Die grundsĂ€tzliche Erziehung sollte immer die gleiche Bezugsperson durchfĂŒhren.

Andere Familienmitglieder mĂŒssen allerdings, was Ge- und Verbote betrifft, voll mitziehen. Menschen anspringen oder in die Hand kneifen gewöhnst Du dem Kleinen mit einem "Nein" und gleichzeitigem Wegdrehen rasch ab.

Zum Schluss ein kurzer Husky-Steckbrief:

  • GrĂ¶ĂŸe: 55 bis 60 cm
  • Gewicht : 15 bis 25 kg
  • Fell: Dicht, fein, kurz bis mittellang, schwarz-weiß, silberfarben
  • Charakter: Aufmerksam, menschenfreundlich, neugierig, eigensinnig, aber trotzdem lernfreudig! Dein neuer Freund!
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