Dobermann Welpen – Wichtige Infos für Käufer und Erstbesitzer!

Elegant, schnittig und charakterstark, das ist der deutsche Dobermann. Kaum eine andere deutsche Hunderasse spaltet so sehr die Gemüter. War er doch früher als starker, aggressiver Wachhund bekannt, ist er mittlerweile immer häufiger ein Familienhund.

Die aus Thüringen, genauer gesagt aus Apolda stammende Hunderasse Dobermann, erhielt ihren Namen von Friedrich Luis Dobermann. Durch seinen Beruf als Steuereintreiber und Nachtwächter machte er sich nicht nur Freunde.

Ein grosser Wachhund sollte ihn beschützen. Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden mit den Nachkommen seiner Hündin Schnuppe die ersten Dobermann Welpen.

Schnuppe war mausgrau und eine Straßenkreuzung mit Einflüssen von Pinscher und Schäferhund. Gepaart mit einem Mix aus Rottweiler, Dogge und Greyhound, die genauen Vorfahren sind unbekannt, entstanden daraus die ersten Dobermann Welpen in der klassischen Fellfärbung Schwarz mit rostroten Abzeichen.

Später kannte man die Rasse auch als Gendarmenhund, da sie sich bei Behörden grosser Beliebtheit erfreute.

Dobermann Welpen

Aussehen, Grösse und Gewicht eines Dobermanns

Der Dobermann zeichnet sich durch einen besonders schlanken Körper aus, mit langen Beinen und einem insgesamt sehr schmalen, schnittigen Erscheinungsbild. Dennoch bringt er zwischen 35 und 45 Kilogramm auf die Waage. Ausgewachsen erreicht er eine Widerristhöhe zwischen 63 und 72 Zentimetern. Die Lebenserwartung beträgt 10 bis 13 Jahre.

Das Kupieren der Ohren und der Rute ist seit Ende der 90er Jahre in Deutschland sowie einigen anderen Ländern verboten. Somit hat sich das klassische Erscheinungsbild wesentlich verändert. Der Schutz- und Wachhund erhielt kupiert ein abschreckenderes, aggressiveres Äusseres und war weniger angreifbar. Heutzutage gibt es kupierte Dobermann Welpen nur noch aus dem Ausland. Naturbelassen haben sie Schlapp- oder Knickohren und eine lange, gekrümmte Rute. Das Fell ist Schwarz oder Braun glänzend und weist stets rostrote Abzeichen auf.

Wesensmerkmale des Dobermanns

Der Dobermann ist furchtlos und grundloyal gegenüber seiner Bezugsperson und seinem Rudel. Er zeichnet sich durch einen starken Beschützerinstinkt aus und eignet sich daher besonders gut als Wachhund. Sein Revier verteidigt er energisch bellend, bei richtiger Erziehung aber nur lautstark und nicht angreifend.

Will man einen Dobermann Welpen eigentlich nicht als Wachhund sondern als Familienhund erziehen, sollten die Grundsteine dafür schon beim Züchter gelegt worden sein.

Dobermann Welpen

Denn während man früher nur die furchtlosesten, härtesten Hunde zum Weiterzüchten verwendete, tendieren viele Züchter heute zu einem freundlicheren Gemüt.

Durch die früher bevorzugten Charakterzüge entstand leider ein sehr eingeschränktes Bild eines böswilligen, angriffslustigen Hundes. Dobermann Welpen sind vorgeprägt. Das heisst, dass die Dobermann Welpen die Eigenschaften ihrer Eltern übernehmen.

Von einem grundsätzlich gefährlichen Hund zu sprechen, ist also nicht richtig. Ist er gut erzogen und nicht vorbelastet, ist ein Dobermann im Umgang mit Kindern unproblematisch.

Da führt kein Weg dran vorbei: Die richtige Rangordnung!

Damit das direkt klar ist: Du als Besitzer bist der Boss! Der Dobermann muss sich dir unterordnen! Es gibt in diesem Fall kein Wenn und Aber! Als nicht ganz unvorbelastete Hunderasse und durch seine starken Charakterzüge darfst Du Dir hier keinerlei Nachlässigkeiten erlauben.

Hier musst Du wirklich ganz oben in der Rangordnung stehen. Sonst kann es unter Umständen tatsächlich passieren, dass kein Fremder Dein Grundstück betreten oder sich Dir nähern kann. Das liegt weniger an dem Aggressionspotential als an dem sehr ausgeprägten Bedürfnis, sein Rudel zu verteidigen.

Mit der stattlichen Grösse und dem kräftigen Gebiss passiert ausserdem schneller etwas als bei kleineren Hunden. Der Dobermann muss zuverlässig und unmittelbar auf Deine Kommandos reagieren, um ihn zur Ruhe zu bringen.

Dobermann Welpen

Eiserne Disziplin ist sehr wichtig!

Dobermann Welpen sind nichts für Menschen ohne Hundeerfahrung. Sie benötigen nicht nur viel Auslauf, sondern wollen auch beschäftigt werden. Neben Zeit für Spaziergänge sollte also zudem Geistessport auf dem Programm stehen. Als Arbeitshunde sind sie nicht nur intelligent und lernfähig, sondern wollen auch gefordert werden.

Wenn Du unbedingt einen Dobermann Welpen adoptieren möchtest, musst Du sehr diszipliniert in der Erziehung sein. Die Grundkommandos müssen zu 100% sitzen. Das ist sehr wichtig, um dem Dobermann zu sagen, dass er von seinem Feind ablassen soll.

 Vor allem ist das nötig, damit Deine Besucher sich auch in Deine Nähe trauen und nicht das Gefühl haben, dass sie gleich angegriffen werden. Während die Familie als solche auch akzeptiert wird, ist nämlich jeder Fremde erst einmal ein Eindringling und damit ein potentieller Feind.

Da die wenigsten Menschen aber ohne fremde Besucher, Stichwort Freunde, Briefträger oder Handwerker, auskommen, musst Du Deinem Dobermann den "Mund verbieten" können.

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Ein Dobermann als Schutzhund

Eines vorweg: Der Dobermann gilt als einer der besten, zuverlässigsten Schutzhunde der Welt. Ist er richtig ausgebildet, wird ein Dobermann niemals zulassen, dass seinem Rudel etwas passiert. Einbrecher oder Angreifer überlegen es sich bestimmt zwei Mal, ob sie sich dem Hund nähern wollen.

Die Schutzhundausbildung ist aber nicht unumstritten, besser gesagt die Methoden der Ausbildung. Der Hund wird trainiert, Menschen anzugreifen. Dabei wird der Hund eingeschüchtert und sogar geschlagen.

Manche sagen, die Möglichkeit zubeissen zu dürfen, würde einen inneren Ausgleich schaffen. Andere behaupten, man würde dabei die Angriffslust immer wieder neu entfachen.

Hält man selbst die Ausbildung zum Schutzhund für sinnvoll oder braucht man einen Beschützer, ist der Dobermann hervorragend dafür geeignet. Ziemlich sicher ist, dass damit Alarmanlagen und das Abschliessen der Haustür der Vergangenheit angehören.

Dobermann Welpen

Was ist bei Dobermann Welpen zu beachten?

Du hast Dich nun endgültig für einen Dobermann Welpen entschieden und suchst nach Deinem perfekten vierbeinigen Partner? Wichtig ist vorrangig, woher der Kleine stammt. Das Umfeld, in dem er die ersten Wochen seines Lebens verbracht hat und die Wesensart der Eltern. Möchtest Du einen Familienhund, sollte Dein Dobermann Welpen mit Kindern aufgewachsen sein.

Dobermann Welpen gibt es nur in zwei anerkannten Farben: Schwarz mit Rostrot und Braun mit Rostrot als eigene Varietät. Fehlfarben wie Blau (abgeschwächtes Schwarz) und Isabellfarben (abgeschwächtes Rotbraun) gibt es auch. Diese neigen aber vermehrt zu Hautkrankheiten und dürfen nicht zum Weiterzüchten verwendet werden.

Von dem später eleganten Hund ist bei den kleinen, tapsigen Dobermann Welpen noch nicht viel zu erkennen. Die Beine sind kurz, der Babyspeck unübersehbar und etwas hilflos wirken sie auch noch. Aber mit etwa einem Jahr sehen sie so aus, wie man sich einen echten Dobermann vorstellt.

Dobermann Welpen

Die Ernährung eines Dobermanns

Wenn Du endlich Deinen Dobermann Welpen zu Hause hast, musst Du ihn richtig und ausgewogen ernähren. Eine Frage, die man im Internet immer wieder findet: Wie lange soll Welpenfutter für Dobermann Welpen verwendet werden? Da gibt es leider keine pauschale Antwort.

Welpenfutter ist sehr nährstoffreich und fördert das Wachstum. Mit etwa fünf, sechs Monaten kann man auf normales Futter umsteigen. Bist Du Dir wirklich unsicher, frage am besten einen Tierarzt, wie lange er das Welpenfutter für Dobermann Welpen empfehlen würde.

Bei stets gleichbleibender Ernährung, also immer dem gleichen Futter, neigt ein Dobermann zu Mangelerscheinungen. Zudem ist es natürlich auch langweilig. Eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung, am besten mit hohem Fleischanteil, ist sehr wichtig.

Bei zu wenig Auslauf und zu viel Futter neigt der Dobermann schnell zu Übergewicht. Das ist schädlich für seine Gelenke. Halte Dich an die Anweisungen auf den Verpackungen und wiege Deinen Dobermann, wenn Du Dir unsicher bist.

Krankheiten, auf die man bei Dobermann Welpen achten sollte

Die Hüftgelenksdysplasie spielt auch beim Dobermann eine Rolle, wie leider bei vielen grossen Hunden. Vor allem in den ersten 18 Monaten sollten Dobermann Welpen nicht über Hürden springen oder Treppen steigen, um die Belastung der Gelenke zu mindern.

Die Herzmuskelerkrankung DCM kann ebenfalls vorkommen sowie die Blutgerinnungsstörung Van Willebrand Syndrom. Beides ist unheilbar. Operativ behandelbar ist das Wobbler Syndrom, eine Rückenmarkserkrankung, die unter Anderem durch Bandscheibenvorfälle entstehen kann.

Eine rassespezifische Erkrankung ist das Dancing Dobermann Disease. Der "Tanzende Dobermann" hat eine Schwäche der Hinterhand und neigt zu einem tanzenden Schritt und Lähmungserscheinungen.

Dobermann Welpen

Hypothyreose, eine Schilddrüsenunterfunktion, kann zu zahlreichen Folgeerkrankungen führen. Erste Anzeichen für eine SDU sind unkontrollierbares, ängstliches oder aggressives Verhalten, Gewichtszunahme und schnelle Erschöpfung. Da am Anfang oftmals eine Wesensveränderung auftritt, denken viele zunächst an Fehlverhalten und einen schwierigen Charakter. Der Tierarzt kann eine SDU durch ein Blutbild feststellen.

Vorsicht vor Blauen Dobermännern!

In Deutschland gelten Dobermann Welpen in Blau als Qualzucht und sind verboten. Grund dafür ist, dass sie nahezu immer schwer krank sind. Dadurch leiden sie in ihrem verkürzten Leben sehr.

Dobermann Welpen, die mit dem Blue Dobermann Syndrom auf die Welt kommen, sehen zunächst völlig normal aus. Anders ist nur die Fellfarbe. Irgendwann beginnt jedoch der Haarausfall, der zu völligem Haarverlust führt. Teils schwere Hautprobleme sind die Folge.

 Diese Krankheit ist unheilbar, kann aber mit spezieller Ernährung erträglicher werden. Zudem müssen die Tiere im Winter einen Mantel tragen, damit sie nicht unterkühlen.

Dobermann Welpen

Wo kann man Dobermann Welpen kaufen?

Wenn Du Dir unsicher bist, was die Zuchtbedingungen angeht, solltest Du diese vor Ort beim Züchter direkt anschauen. Wie wachsen die Welpen auf? Legen die Züchter Wert auf Familientauglichkeit oder doch eher auf einen zuverlässigen Wachhund?

Dobermann Welpen werden frühestens ab acht, neun Wochen abgegeben. Dann sind sie einigermassen selbstständig und erkunden spielerisch die Welt. In dieser Zeit beginnt man auch mit der Erziehung. Im Idealfall hat der Züchter bereits angefangen, die Stubenreinheit zu trainieren.

Für einen Dobermann Welpen aus einer seriösen Zucht zahlt man etwa 1000 bis 1200 Euro. Ganz wichtig sind Gesundheitschecks, gerade bei dieser Rasse. Beim Dobermann Verein e. V. erfährst Du noch mehr Wissenswertes: Was ist bei Dobermann Welpen zu beachten, wo kann man Dobermann Welpen kaufen und wo Leistungsprüfungen und Zuchtschauen stattfinden.

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