Den Hund mit dem Lastenrad transportieren

Hund auf dem Lastenrad
Foto: kaitune via Twenty20

Lastenräder werden immer beliebter. Gerade Hundehalter wissen es zu schätzen, dass sie auf dem Lastenrad den Hund mitnehmen können, ohne ein Auto zu benötigen. Ob große oder kleine Hunde – moderne Lastenräder machen die Fahrt mit Vierbeinern zum Vergnügen.

Diese Lastenräder-Typen gibt es aktuell

Die meisten Lastenräder sind sogenannte Frontlader. Das bedeutet, dass sich die Ladefläche direkt über dem Vorderrad befindet. Gleiches gilt für das Bäckerrad, bei dem das Gewicht des Gepäcks oder des Hundes ebenfalls auf dem vorderen Teil des Rades lastet.

Als Variante dazu gibt es den klassischen Hinterlader sowie den Backpacker. Bei beiden Modellen befindet sich die Last hinter dem Sattel und über dem Hinterrad. Das Fahrgefühl ist bei Hinterladern etwas schlechter, weil sich der Schwerpunkt ebenfalls weit nach hinten verschiebt.

Beim Vorderlader befindet sich die Ladefläche noch weiter vorne als beim Frontlader. Das sorgt wiederum dafür, dass noch mehr Liegefläche für den Hund verfügbar wird.

Diese Räder eignen sich für die Mitnahme des Hundes

Generell muss die Ladefläche groß genug sein, dass der Hund sich nicht nur hinsetzen, sondern auch bei längeren Strecken hinlegen kann. Das klappt am ehesten bei einem Frontlader oder bei einem Vorderlader.

Die Ladefläche sollte auch deshalb im vorderen Bereich sein, weil der Besitzer seinen Hund dann während der Fahrt stets im Blick hat. Wird das Tier unruhig oder versucht, aus dem Fahrrad herauszuspringen, kann man sofort eingreifen. Vielen Hunden gibt es zudem eine gewisse Sicherheit, wenn sie ihren Halter während der Fahren sehen und dadurch ein gewisses Vertrauen aufbauen.

Bei speziellen Lastenrädern für Hunde kann die Transportbox über einen separaten Einstieg erklommen werden. Das ist gerade zur Mitnahme von sehr großen Tieren wichtig, da man diese nicht so einfach hochheben kann oder will.

Eine rutschfeste und weiche Bodenmatte sollte bereits integriert sein oder ergänzt werden, gleiches gilt für ein wasserdichtes Dach und abschirmende Außenwände.

Darauf sollten Hundehalter beim Kauf achten

Die Qualität des neuen Rades muss eine größere Rolle spielen als der Preis. Das Rad sollte einiges mitmachen und wird im besten Falle viele Jahre treue Dienste leisten. Hundehalter sollten daher eher auf Räder von etablierten Marken setzen statt auf Modell von No-Name-Herstellern.

Wichtig ist, dass die Box groß genug für den Hund ist, aber nur so groß, wie notwendig. Je größer die Ladefläche, desto sperriger und zugleich schwerer wird das Rad. Gerade Fahrten bergauf werden somit anstrengender. Trotzdem muss das Tier bequem Platz finden.

Überlegen sollten sich Verbraucher vorab, ob auch andere Dinge in dem Lastenrad transportiert werden sollen. Wer nur einen kleinen Hund besitzt, aber regelmäßig Getränkekästen transportieren will, sollte zu einem eher größeren Modell greifen, damit er das Rad in vollem Umfang zum Beispiel für Einkäufe nutzen kann.

So wird der Hund ans Rad gewöhnt

Die meisten Hunde saßen noch nie in einem Lastenrad. Umso wichtiger ist es, dass die Tiere langsam und vorsichtig an dieses neue Transportmittel gewöhnt werden. Dies gilt insbesondere für Welpen. Achten sollten Besitzer bei der ersten Probefahrt vor allem darauf, dass die Strecke ruhig sowie kurz ist. Der Hund sollte an der Leine bleiben.

Meistens reicht es nicht aus, nur eine kurze Proberunde zu drehen. Stattdessen sollte der Hund das Fahren im Lastenrad gut kennen und entspannt liegen bzw. sitzen, bevor das Lastenrad für Hunde im Alltag und auf einer stark befahrenen Straße genutzt wird. Eine gute Hundeerziehung kann da von Vorteil sein.

Anhänger als Alternative zum Lastenrad

Wer kein Lastenrad kaufen möchte, kann sich nach einem geeigneten Anhänger zur Mitnahme des Hundes umsehen. Der Unterschied: Ein Anhänger speziell für Hunde wird in eine Kupplung eingehängt, die man wiederum an so gut wie jedem Rad installieren kann. Wird der Anhänger gerade nicht benötigt, kann man den Anhänger entkoppeln.

Die Anhänger sind meistens etwas kostengünstiger als das Lastenrad. Dafür ist die Fahrt bergab oder bergauf etwas anstrengender und der sperrige Anhänger muss beim Nichtgebrauch irgendwo abgestellt werden.

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